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Stadtbücherei Niebüll

Büchereizentrale Stadt Niebüll

Veranstaltungen für Erwachsene

Ausstellung

Oskar Kokoschka
Reisebilder

Druckgrafik aus Privatbesitz

Kamelmarkt II, 1965/66, Lithographie ©Fondation Oskar Kokoschka / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Abbildung: Kamelmarkt II, 1965/66, Lithographie © Fondation Oskar Kokoschka / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Vom 22. Juli bis 31. August 2017 zeigt die Stadtbücherei Niebüll Arbeiten des Künstlers Oskar Kokoschka. Unter dem Titel "Reisebilder" wird Druckgrafik aus Privatbesitz präsentiert.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, dem 22. Juli 2017 um 11.30 Uhr laden wir Sie und ihre Freunde herzlich ein.

Zur Einführung spricht Prof. Dr. Heinz Spielmann, Hamburg.






Oskar Kokoschka: Der österreichische Künstler Oskar Kokoschka wird 1886 im niederösterreichischen Pöchlarn geboren. 1904 erhält Kokoschka ein Stipendium des Staats und kann an der Kunstgewerbeschule studieren. Während des Studiums entwirft er für die Wiener Werkstätte Postkarten, Fächer und Vignetten. An der 1908 von der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte gemeinsam veranstalteten "Kunstschau" nimmt auch Oskar Kokoschka teil. Neben Gobelinentwürfe stellt er Zeichnungen und Gouachen von Mädchenakten aus, letztere provozieren einen Skandal. Doch sowohl Gustav Klimt als auch der Architekt Adolf Loos werden auf den jungen Künstler aufmerksam. Besonders Adolf Loos ermutigt ihn, er nimmt ihn mit auf Reisen unterstützt in auch finanziell. 1910 lernt Kokoschka bei einem Aufenthalt in Berlin Herwarth Walden und den "Sturm-Kreis" kennen, für den er in den folgenden Jahren arbeitet. An der Kunstgewerbeschule in Wien ist Kokoschka 1912-13 Assistent und lehrt Aktzeichnen. 1912 beginnt Oskar Kokoschka in Wien eine leidenschaftliche Beziehung mit Alma Mahler, Witwe des Komponisten Gustav Mahler. Die Trennung von ihr im Jahr 1915 macht ihm schwer zu schaffen und er wird depressiv. Im Ersten Weltkrieg dient Oskar Kokoschka freiwillig als Soldat, er wird 1915 schwer verletzt. 1919 wird er als Professor an die Kunstakademie in Dresden berufen. Ab etwa 1920 beginnt der künstlerische Erfolg von Oskar Kokoschka. Zudem sichern das Dresdner Professorengehalt bis 1923 sowie der Galerievertrag mit Bruno Cassirer das monatliche Einkommen. Oskar Kokoschka hat vor allen Dingen als Porträtist großartige Werke geschaffen. Ohne Rücksicht auf Schönheit oder mimetische Ähnlichkeit des Dargestellten gelingt ihm eine psychologische Durchdringung der jeweiligen Person. Ab 1921 entstehen auch vermehrt Stadtansichten. Nach dem Tod des Vaters verlässt Kokoschka Dresden und kehrt nicht wieder zurück, auch seine Professorentätigkeit nimmt er nicht wieder auf. Ab 1924 hält sich Oskar Kokoschka öfter in Paris auf, er unternimmt zahlreiche Reisen durch Europa, den Nahen Osten und Nordafrika. 1933 ist Kokoschka wieder in Wien, flieht aber bald schon vor den drohenden politischen Geschehnissen nach England. In der Ausstellung "Entartete Kunst" in München werden 1937 acht seiner Werke gezeigt. Als Reaktion darauf entsteht das Bild "Selbstbildnis als entarteter Künstler". 1947 nimmt Kokoschka die britische Staatsbürgerschaft an. Neben seinem malerischen Werk ist Oskar Kokoschka auch Dichter. 1908 veröffentlicht er den Gedichtband "Die träumenden Knaben", den er auch illustriert. Es entsteht der Einakter "Sphinx und Strohmann". In der Zeitschrift "Der Sturm" erscheint das expressionistische Bühnenstück "Mörder, Hoffnung der Frauen". Nach dem Krieg lebt Kokoschka in Villeneuve am Genfer See. 1953-63 leitet er die Salzburger Sommerakademie "Schule des Sehens". Oskar Kokoschka stirbt am 22.2.1980 im schweizerischen Montreux.




Aus dem Nordfriesland Tageblatt vom 20.07.2017:

Werke eines Weltkünstlers

Niebüll


Arndt Prenzel



Selbstbildnis Oskar Kokoschka, Lithografie 1966
Selbstbildnis Oskar Kokoschka, Lithografie 1966.
Foto: Lea Sarah Albert

In der Niebüller Stadtbücherei sind ab Sonnabend, 22. Juli, Werke des österreichischen Malers, Grafikers, Bildhauers und Schriftstellers Oskar Kokoschka (1886-1980) zu sehen. Die Ausstellung in der Stadtbücherei umfasst Druckgrafiken aus der Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe aus den Jahren 1946 bis 1975. Seit den 20er-Jahren unternahm der Welt-Künstler ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und Kleinasien, die ihn zu zahlreichen Landschaftsbildern inspirierten. Die Reiseskizzen führen die Betrachter nach Süditalien, Griechenland, Marokko, Tunesien, London, New York, aber auch nach Hamburg und Berlin. Der Kurator der Stadtbücherei, Thomas Gädeke, betont: „Es ist großartig, den großen Klassiker der Moderne in die kleine Stadtbücherei zu bekommen. Eine enorme Sache, die wir uns nicht hätten träumen lassen, gleichzeitig eine Anerkennung unserer Arbeit, denn diese Ausstellung hätte jedem größerem oder bekannterem Haus Ehre gemacht. Wir freuen uns darauf, uns von Kokoschkas unruhigem Geist und Weltläufigkeit anstecken zu lassen.“

Ermöglicht hat die Ausstellung Prof. Dr. Heinz Spielmann mit seiner Stiftung. Der frühere Leiter der Modernen Abteilung am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und Direktor der Landesmuseen Schloss Gottorf war eng mit Kokoschka befreundet. Der Kunsthistoriker hat für den Künstlergiganten 15 bis 20 Ausstellungen realisiert, ein Standardwerk, Briefe und Schriftverkehr sowie viele Kataloge herausgegeben. Zudem baute Spielmann in Hamburg und später in Schleswig Sammlungen mit rund 200 Kokoschka-Werken auf. Sein Ansatz war es immer, Kunst auch in die Dörfer, auf das Land zu bringen. Heinz Spielmann sagt zur Niebüller Schau: „Kokoschkas Darstellungsmodus erscheint in seinen Reise-Lithografien malerisch und großzügig; der ausgedehnte Blick, der sich über das schmale Sehfeld hinaus weitet, war dem Zeichner ebenso wichtig, wie der Himmel, der die Szenerie überspannt. In diesen Lithografien machte er sich Erfahrungen seiner gemalten Reisebilder zu Nutze.“

Bereits in einem Brief an einen Jugendfreund träumte der 21-jährige Oskar Kokoschka 1907 vom Reisen – diesen Traum erfüllte er sich 1908. Ergänzt werden die Städte- und Landschaftsdarstellungen um einige Stillleben und Porträts. Der Künstler gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Expressionismus und der Wiener Moderne. Besonders in den 50er und 60er Jahren reüssierte er durch seine ausdrucksstarken Porträts. Ohne Rücksicht auf Schönheit oder mimetische Ähnlichkeit des Dargestellten gelang Kokoschka eine psychologische Durchdringung der jeweiligen Person. Berühmt wurde vor allem sein Auftragsporträt von Konrad Adenauer (1966). Seine lange Lebenszeit führte ihn durch die Stürme der Zeit. Er stellte 1909 das erste Mal aus, überlebte den Ersten Weltkrieg, hatte eine Professur in Dresden inne. Kokoschka galt als „Hitlers Kunstfeind Nummer 1“, flüchtete nach England, um nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1955 an der ersten „Documenta“ teilzunehmen.

Die Vernissage findet am Sonnabend, 22. Juli, 11.30 Uhr, in der Niebüller Stadtbücherei statt. Der Eintritt ist frei. Zur Einführung spricht Prof. Dr. Heinz Spielmann. – Quelle: https://www.shz.de/17348381 ©2017






Aus dem Nordfriesland Tageblatt vom 25.07.2017:

Reisebilder aus aller Welt

Niebüll


Arndt Prenzel



Ausstellungseröffnung
Dr. Thomas Gädeke und Professor Heinz Spielmann kamen zur Ausstellungseröffnung.
Foto: Arndt Prenzel

Hochkarätige Kunst ist wieder einmal in Niebüll zu sehen, diesmal in der Stadtbücherei, dem heimlichen Kunsttempel der Stadt. Nach dem Tod von Andreas Brandt sind es die Kuratoren Dr. Thomas Gädeke und Professor Manfred Reuther, die hier unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Ein weiterer anerkannter Kunsthistoriker und Sammler ist der Hamburger Professor Dr. Heinz Spielmann, der aus seiner Stiftung Spielmann-Hoppe Reise-Zeichnungen (Litografien) von Oskar Kokoschka zu Verfügung stellte. Ronald Steiner, Kunstliebhaber und Leiter der Stadtbücherei, hieß die Gäste willkommen, darunter Bürgervorsteher Uwe Christiansen und Amtsvorsteher Peter Ewaldsen. Professor Heinz Spielmann, von 1986 bis 1998, Landesmuseumsdirktor und Leiter der des Landesmuseums Schloss Gotttorf, lernte Oskar Kokoschka bereits in den 60er Jahren kennen. "Ich kam gut mit ihm zurecht", erinnerte er sich lächelnd. Als junger Abteilungsleiter im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg begann Spielmann zu dieser Zeit eine Jugendstilsammlung aufzubauen. "Oskar Kokoschka war dem Jugendstil zu Beginn verhaftet", sagte der schwungvolle 86-Jährige in seiner Rede, "beeinflusst war er von seinem Förderer Adolf Loos." Der führte ihm 1908 an die ungarische Grenze, wo der 22-Jährige sein erstes Landschaftsbild malte. Kokoschka ging schnell einen eigenen Weg. 1910 entstanden zahlreiche psychologische Porträts, die sein Markenzeichen werden sollten. "Oskar Kokoschka beschäftigte sich mit der Wirklichkeit", so Spielmann. Der Künstler malte den Menschen nicht wie er aussah, sondern wie er ihn erlebte bzw. empfand. Bereits 1912 hielt er in einem Vortrag fest, "Das Bewusstein der Gesichte (Prophetie) ist kein Zustand, in welchem man Dinge erkennt oder einsieht, sondern ein Stand desselben, an dem es sich selbst erlebt." Das Erlebnis prägt laut Kokoschka das Bewusstsein. Und so malte er nicht das, was er sah, sondern das, was er empfand. Die Menschen erscheinen so als völlig verändert - im kantigen Hamburger Bürgermeister Max Brauer erkennt er den träumenden Knaben, der dieser vielleicht einmal war. Manche der Porträtierten wurden den Bildern erst später immer ähnlicher ... Oskar Kokoschka identifizierte sich immer wieder mit anderen, so als "Herumtreiber" wie Odysseus oder als "Abschied von der Welt nehmender" wie King Lear. "Sein Einfühlungsvermögen hat etwas Visionäres", erläuterte der Kunsthistoriker. Er verwies auf sein Bild von New York, das in der Stadtbücherei zu sehen ist. "New York erscheint wie ein archäologisches Trümmerfeld." Nach den Nächten in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs wollte Kokoschka Städte nur noch von oben malen. Dafür ließ er sich in Hamburg in einem Kran nieder. Oder aber im Tropen-Institut. Der Hafen wirkt von oben seltsam verlassen, fast harmlos. Auch diese Zeichnungen sind in Niebüll zu betrachten. Sind es Meisterwerke? Hier muss der Betrachter beim Schauen schon ins Detail gehen. Kokoschkas Reiselust begann früh. Eine erste Reise führte ihn 1911 in die Schweiz, wo er die Berge im Bild festhielt. Die Landschaft als Erlebnis des Sehens. In der Stadtbücherei sind Reisebilder aus der Zeit nach 1945 ausgestellt. Besuche in Griechenland verstand der Künstler als Manifest der Freheit - sein Lebensprinzip. In Apulien fand er Spuren des antiken Lebens, er gestaltete die abgemalten Stauen die er in den Museen in Florenz fand, wie "normale" Menschen. Beim Gang durch die Ausstellung findet man einen "Flussgott", sieht Delphi, erkennt Mandelbäume und freut sich vor allem über die Städte: Berlin, London, New Yorks Manhattan oder eben Hamburg. Das Selbstbildnis zeigt den Meister als Zauberer - das war er zweifellos. "Da ich kein Utopist bin, halte ich die Erde für die bestmögliche Welt", zitierte Heinz Spielmann abschließend Oskar Kokoschka. Dieser empfahl, die Augen zu öffnen, um die "bezaubernde Realität des Alltags wahrzunehmen." Diesem Hinweis wollte sich bei der Ausstellungseröffnung niemand verschließen - und so machte sich die Besucherschar auf, um "ihren Oskar Kokoschka" zu entdecken. Die Niebüller können dies bis zum 31. August zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtbücherei tun.



Die Stadtbücherei Niebüll nimmt jetzt an der "Onleihe zwischen den Meeren" teil.
Hier können Sie eine große Bandbreite digitaler Medien rund um die Uhr kostenlos herunterladen und für einen begrenzten Zeitraum auf Ihrem Computer, E-Book-Reader oder sonstigen mobilen Endgeräten nutzen. Dieser Service steht allen Lesern der Stadtbücherei Niebüll zur Verfügung, Sie müssen nur einen gültigen Leserausweis haben, schon kann es los gehen.

Zur Onleihe zwischen den Meeren gelangen Sie hier: www.onleihe.de/sh

Für die Anmeldung benötigen Sie nur Ihre Lesernummer und ein Passwort (die ersten 4 Buchstaben des Nachnamens (Grossdruckbuchstaben)). Vor der ersten Nutzung der Onleihe machen Sie sich bitte mit den technischen Voraussetzungen für die Benutzung der Onleihe vertraut und überprüfen Sie, ob ihr digitales Endgerät mit der Onleihe kompatibel ist. Um Rückgabedaten oder Mahngebühren brauchen Sie sich bei der Onleihe keine Gedanken mehr zu machen. Nach Ablauf der Leihfrist erlischt die Nutzbarkeit der jeweiligen Datei einfach. Sie müssen Sie dann nur noch von Ihrem Computer entfernen.


Hier erfahren Sie, wie Medien übertragen werden und welche Geräte mit der Onleihe kompatibel sind: http://www1.onleihe.de/schleswig_holstein/frontend/content,0-0-0-101-0-0-0-0-0-0-0.html

Fragen und Antworten zur Onleihe finden Sie hier: http://www1.onleihe.de/schleswig_holstein/frontend/content,0-0-0-103-0-0-0-0-0-0-0.html

Weitere nützliche Informationen rund um die Onleihe finden Sie hier:
www.http://www.onleihe.net

oder im userforum: www.http://http://userforum.onleihe.de/


Direkt zur Onleihe-Akademie geht es hier: https://www.youtube.com/channel/UCCgPCDGuRDKZicjojwOX_mQ




Aus dem Nordfriesland-Tageblatt vom 03.05.2014:


Am elektronischen Puls der Lese-Zeit

Niebüll


Dieter Wrege


Onleihe zwischen den Meeren jetzt auch in der Stadtbücherei Niebüll
Ronald Steiner, Anett Petersen und Berit Laufer (v.l.) stellten das Entleihsystem "Onleihe" vor
Foto: Dieter Wrege

"Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit." Diesen markigen Spruch aus dem Wirtschaftsjahr 2010 stellte Niebülls Büchereichef neben eine Neuerung aus dem Bücherwesen, die er zusammen mit seiner Lecker Kollegin Berit Laufer - beide unterstützt von Büchereiassistentin Anett Petersen - vorstellte. Es handelt sich um die ab Beginn dieses Monats den Lesern angebotene "Onleihe zwischen den Meeren." So heißt ein neues Ausleihsystem, dem sich 30 Büchereien aus dem Lande angeschlossen haben, darunter auch die Büchereien Niebüll und Leck, die zu den heute 82 Stand- und Fahrbüchereien gehören, die - siehe oben - mit der Zeit gehen. Zu den Begriffen. Das Kunstwort "Onleihe" setzt sich zusammen aus "online" und "leihen". Es bezeichnet die Form des Entleihens von Büchern. Doch man geht, wenn man sich für dieses Entleihsystem entschieden hat, nicht mehr zur Bücherei, sondern bedient sich zum Entleihen eines Buches des Internets. Und: man liest dann nicht mehr in einem Buch, sondern im "eBook". Das ist eine elektronische Datei, die wie ein Buch gelesen wird. Das elektronische Buch hat den gleichen Inhalt wie das gedruckte Buch. Die neue Entleihalternative ersetzt den Gang zur Bücherei. An allen sieben Tagen der Woche und rund um die Uhr kann sich der Leser jetzt sein Buch für einen begrenzten Zeitraum (zurzeit für zwei Wochen) auf seinen Computer, seinen e-Book-Reader oder ein anderes kompatibles mobiles Gerät herunterladen. Ihm stehen etwa 15 000 digitale Medien zur Verfügung. Nach Ende der Leihzeit steht das Medium dem nächsten Leser zur Verfügung. Und: zur Rückgabe braucht man nichts zu unternehmen. Auf Wunsch stellen beide Büchereien auch so genannte e-Book-Reader zur Verfügung, von denen in der Bücherei Leck vorerst zwei und in Niebüll neun zur Verfügung. Zieht man ein eigenes Gerät vor, kostet es etwa 100 Euro. Voraussetzung für die Teilnahme an der Onleihe ist, das man (für 20 Euro jährlich) Büchereikunde sein muss. Das ist man mit dem Leserausweis. Für die e-Ausleihe ist neben dem Internetzugang auch ein Passwort vonnöten - in der Regel die ersten vier Buchstaben des Nachnamens. Ein e-Book ist um 10 bis 30 Prozent günstiger als ein gedrucktes Buch. Auch für e-Books gilt, dass deutschsprachige Literatur bundesweit gleichviel kostet. Weitere Informationen gibt es übers Internet unter www.onleihe.de/sh. Ronald Steiner, Berit Laufer und Anett Peterseb unisono: das "Die elektronische Datei ‚e-Book' ist schnell zu beschaffen. Das Gerät zum Lesen, der ‚e-Bokk-Reader' mit 1000 Büchern wiegt nur 200 Gramm. Wer es mit den Augen hat, kann die Schrift vergrößern. Allerdings muss das neue Lesen erlernt werden. Doch ist man erst ‚drin', hat man im Bücherregel viel Platz für andere Dinge."




Aus dem Nordfriesland-Tageblatt vom 06.12.2016:


Prominenter Platz für moderne Medien

Niebüll


Arndt Prenzel/Dorthe Arendt


Die Stadtbücherei Niebüll mit neuem E-Circle
Am E-Circle: Ronald Steiner und Anett Petersen.
Foto: Arndt Prenzel

Es ist knallorange, verfügt über einen "Multitouch-Bildschirm", "Coverflow" und weitere technische Raffinessen: das neue E-Circle-Gerät in der Niebüller Stadtbücherei. Klingt äußerst modern - und ist es auch. "Diese Geräte gibt es in Schleswig-Holstein bisher nur in zwei Büchereien, in Norderstedt und bei uns in Niebüll", sagt Bücherei-Leiter Ronald Steiner. Er hat die Anschaffung eines E-Circle-Terminals organisiert, das jetzt frisch geliefert und aufgestellt wurde. 10 000 Euro kostet das Gerät; das Land Schleswig-Holstein gibt eine Fördersumme von 6000 Euro dazu, für den verbleibenden Betrag will die Stadt Niebüll einspringen. Das Gerät ist als Ergänzung zu den Regalen mit gedruckten Büchern zu verstehen, denn es soll die digitalen Medien sichtbar machen, die allen Nutzern mit Leseausweis der Stadtbücherei zur Verfügung stehen. "Seit 2014 nimmt die Stadtbücherei Niebüll an der ,Onleihe zwischen den Meeren' teil. Das sind 24 000 unterschiedliche Titel, verteilt auf 52 000 Exemplare", erläutert Bücherei-Mitarbeiterin Anett Petersen. Einen Standort hat das neue Gerät schnell gefunden: genau dort, wo früher die Internet-Plätze waren. Zwei Internetplätze stehen den Bücherei-Besuchern weiterhin zur Verfügung - und dort haben Nutzer auch schon seit 2014 die Möglichkeit, auf E-Books, Audio-Dateien und E-Paper zuzugreifen. Denn die Online-Ausleihe ist natürlich weiterhin 24 Stunden von unterwegs oder zu Hause aus nutzbar, überall dort, wo es eine Internetverbindung gibt - auch ohne E-Circle. Das neue Gerät hat vor allem eine Aufgabe: Aufmerksamkeit schaffen. "Das Terminal ist ein Präsentationsmöbel, um Werbung für die Onleihe zu machen", erläutert Anett Petersen. Das moderne Design und die intuitive Menüführung sorgen laut Hersteller dafür, dass der E-Circle nicht nur gut ausschaut, sondern auch für die Besucher kinderleicht zu bedienen ist. Das Gerät soll also Besucher an die Welt der digitalen Medien heranführen und ihnen den Einstieg so leicht wie möglich machen. Am Touchscreen können die Büchereinutzer im digitalen Bestand stöbern, entdecken, suchen und Titel sogar direkt ausleihen. Bilder von Buchcovern und Leseproben sollen neugierig machen, geblättert wird per Fingerwisch. "Wichtig ist die Verfügbarkeit", ergänzt Ronald Steiner, "Es werden nur die verfügbaren E-Medien der Onleihe angezeigt. Genau wie in den althergebrachten Bücherregalen findet der Nutzer daher nur Titel, die sofort ausleihbar sind." Benutzer können sich die Onleihe-App direkt per angezeigten QR-Code aufs Smartphone herunterladen. Alternativ kann man sich durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse den Downloadlink des Titels nach Hause schicken lassen. "Insgesamt haben wir 3000 Leser, rund 200 davon sind Online-Leser", verrät Anett Petersen. "2016 werden wir rund 7000 elektronische Entleihungen notieren." Nutzt auch der Büchereileiter selbst kräftig digitale Medien? "Überhaupt nicht. Ich bin durch und durch ein analoger Mensch. Meine Bücher, meine Zeitung lese ich nach wie vor in Druckform", sagt Ronald Steiner. Elektronische Medien würden jedoch von den Nutzern in Niebüll immer mehr nachgefragt. "Gerade auch von älteren Menschen. Ich vermute, weil sie an elektronischen Lesegeräten die Schriftgröße und die Beleuchtung entsprechend einstellen können." Für den Leiter gehört es dazu, die Stadtbücherei Stück für Stück moderner zu machen. "Ich möchte, dass es in Niebüll eine Bibliothek gibt, die in die Zukunft weist."




Aus der Wochenschau vom vom 19.03.2017:


Alltagstaugliche Teilhabe an Bildung und Kultur

Niebüll


Arndt Prenzel


e-Learning jetzt  auch in der Stadtbücherei Niebüll
Geht ganz einfach: Praktikantin Sina Kusserow berät Interessierte.
Foto: Arndt Prenzel

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein führt ein umfangreiches E-Learning-Angebot ein.Über das Webportal www.onleihe.de/sh können Bibliothekskunden ab sofort nicht nur E-Books, E-Audios, E-Videos und E-Papers bequem per Mausklick über das Internet herunterladen, sondern auch auf mehr als 350 interaktive Online-Kurse für die private und berufliche Weiterbildung zugreifen. Das Angebot, per Computer online zu lernen, kann man über die Niebüller Stadtbücherei wahrnehmen. Das Angebot ist für Büchereikunden kostenlos. Praktikantin Sina Kusserow hilft weiter. "Es ist ganz einfach. Man muss sich am heimischen Rechner mit seiner persönlichen Benutzerkennung über das Stichwort Onleihe zwischen den Meeren anmelden - und schon kann es losgehen." Ihr persönliches Interesse gilt Sprachkursen. Das Online-Sprachtraining umfasst Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch oder Deutsch als Fremdsprache. Schnell klickt die Niebüller Abiturientin auf den Button E-Learning auf der Seite Onleihe zwischen den Meeren, wählt Italienisch. Mit wenigen Klicks ist sie am Ziel. Es gibt aber noch viel mehr spannende Angebote: "Im EDV-Bereich können Interessierte aus einer Vielzahl an Office-Anwendungen wählen. Aber auch spezielle Programme wie Bild- und Videobearbeitung, Webdesign oder Programmiersprachen stehen zur Auswahl. Softskill- und Karrierethemen sowie Kurse aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Freizeit, Gesundheit, Wirtschaftswissenschaften, Rechnungswesen u. a. runden das Angebot ab", erläutert Sina Kusserow. Wer sich in der Niebüller Stadtbücherei informiert hat, ist fit für das E-learning. Und wenn es Probleme gibt, kann man diese per Telefon unter 04661/5175 lösen. Die kompetente Studentin, die später auf jeden Fall "etwas mit Büchern" machen will, leitet auch Online-Laien über alle Klippen. "Eine tolle Sache!", freut sich auch Büchereileiter Ronald Steiner.


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zuletzt aktualisiert am 25.06.2017 | webmaster | © 2005 Stadtbücherei Niebüll